Viele deutsche Spitzenlagen befinden sich auf den steilsten Hängen (60% der Rebfläche), auf denen kaum etwas anderes wachsen kann als die Weinrebe. An den Ufern von Rhein, Main, Neckar, Nahe, Ahr, Mosel und ihren Nebenflüssen lohnen sich die hohen Kosten für die Bearbeitung dieser Steillagen nur Dank der Qualität des Weins, der dort entstehen kann. Außer Baden (Weinbauzone B), liegen alle deutschen Weinbaugebiete in der Weinbauzone A, welche von der EU definiert wird. Im nördlichen Teil des Anbaugebiets findet man die besten Lagen selten in Höhen über 160m. Im allgemeinen ist Deutschland ein Land mit kühlem Klima. Mäßig warme Sommer und milde Winter, ausreichend Niederschlag während des Jahrverlaufs (im besonderen während der Vegetationszeit), sowie eine lange Reifezeit. Ein ausgleichender Einfluss des warmen Golfstroms auf das westeuropäische Klima ermöglicht den Traubenanbau so weit nördlich bei Temperaturen zwischen 0°C im Winter und bis 20°C im Sommer.