Den Weinfreunden der Welt war Portugal lange Zeit nur bekannt durch seinen Portwein und einen anderen, ganz speziell für den Export bestimmten Weinstil, lieblicher und perlender Roséwein. Die lange Isolierung Portugals von modischen Trends und Patentrezepten bewahrte das reiche Erbe an einheimischen Rebsorten und sorgt nun für eine wahre Besonderheit (ca. 250 autochthone Rebsorten). Das Douro-Tal ist eines der ältesten gesetzlich festgelegten Weinbaugebiete der Welt, seine Grenzen wurden bereits 1756 definiert, um die Qualität der produzierenden Weine zu gewährleisten. Portugals Weinerzeuger haben vom Beitritt zur E.U. sehr profitiert. Die monopolistischen Gesetze wurden ungültig und dank der E.U. Politik zur Unterstützung landwirtschaftlich unterentwickelter Gebiete floss Geld ins Land und half den Weinbau zu modernisieren, in dem es an Investitionen in moderne Technologie fehlte. Heute verfügt Portugal über die modernsten Wein- bereitungsanlagen Südeuropas (Edelstahl, temperaturgeregelte Vergärung, neue Eichenfässer) und örtliche Winzer erzeugen wunderbar eigene individuelle Weine.